Ausgerechnet: Évariste Galois

Ausgerechnet: Évariste Galois

[Historiendrama]

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Die Mathematik beschreibt das Wahrhaftige der Welt mit Formeln, während die Liebe das Unwahrhaftige der Menschen unbeschreibbar lässt. Das ist der Grund, warum jeder Mensch lieben kann, aber nur wenige fähig sind, die Mathematik zu verstehen.

Personen

Évariste Galois.

Stéphanie-Félicie Poterin du Motel.

Perschin d’Herbinville.

Henri-Armand. Sekundanten von Perschin d’Herbinville.

Alfred Galois. Évaristes Bruder.

Auguste Chevalier. Évaristes Freund.

Eine alte Frau.

Eine Dienstmagd der Familie du Motel.

Zwei Friedhofswärter.

Zwei Betrunkene.

Paare/Passanten.

Set

Paris, 1832. Es ist in der Zeit nach den großen Unruhen der Revolution, doch die herrschende Klasse der Adeligen muss sich weiter gegen die nicht ruhenden, aufbegehrenden Kräfte des Volkes erwehren. In dieser aufgeheizten Stimmung der Nationalisten gegen die liberalen Kräfte geraten zuweilen das Leben von Menschen zwischen die Mahlräder der Zeit.

Akt 1: Eine Dachgeschosswohnung, in der Auguste Chevalier seine Studien verrichtet. Es ist eng, alles wirkt ein wenig schäbig, dunkel. Überall sind Bücher, Schriften, Gegenstände. Ein Raum für alles: Studienzimmer, Schlafzimmer, Küche. Dazu die Straße vor dem Haus.

Akt 2: Vor dem Anwesen der Familie du Motel. Eine gepflegte Straße mit prächtigen Häusern und weiträumigen Zäunen um große Grundstücke.

Akt 3: Eine kleine Kammer, in der Évariste Galois wohnt. Es ist düster und voller Krempel – noch weitaus chaotischer als bei Auguste Chevalier. Ein Schreibtisch, wenn man ihn so nennen mag, steht inmitten des Chaos, mit stapelweisen Büchern und Papieren. Selbst die Schlafstätte ist so eingeschränkt, dass man nur erahnt, wie ein Mensch dort schlafen kann.

Akt 4: Der weite Garten des Sanatoriums Sieur Faultrier. Da es früher Morgen ist und ein starker Bodennebel liegt, ist auch nur wenig zu sehen. Ein großer Baum, unter dem das Duell stattfindet, bildet den Hintergrund.

Akt 5: Der Friedhof von Montparnasse. Zu sehen ist ein riesiges, namenloses Grab, das noch offen auf seine neuen Bewohner wartet. Schaufeln und Erdhügel sind an der Seite. Im Hintergrund Grabsteine von Gräbern, deren Besitzer einen Namen haben.